Karriere-Tipp Altenpflege: Heimleitung, PDL und WBL – warum gute Stellen oft nicht öffentlich ausgeschrieben sind
Warum viele gute Führungskräfte in der Pflege die besten Stellen nie sehen – ein Karriere-Tipp
Wer als Pflegedienstleitung, Wohnbereichsleitung mit Aufstiegswunsch oder Heimleitung über eine neue Position nachdenkt, macht meist etwas sehr Naheliegendes:
Man schreibt eine kurze Nachricht.
Zum Beispiel per WhatsApp oder E-Mail:
„Hallo, ich bin PDL und möchte mich verändern. Haben Sie aktuell etwas?“
Das wirkt zunächst völlig logisch. Schließlich funktioniert die Jobsuche in vielen Bereichen genau so.
In der Praxis passiert jedoch häufig etwas anderes:
Entweder kommt kaum eine Rückmeldung – oder es folgen nur sehr allgemeine Vorschläge.
Viele Führungskräfte denken dann:
„Es gibt aktuell wohl nichts Passendes.“
Doch meistens stimmt das nicht.
Der unsichtbare Stellenmarkt
Gerade Führungspositionen in Pflegeeinrichtungen werden überraschend selten öffentlich ausgeschrieben.
Warum?
Ein Träger überlegt sehr genau, wann er eine Leitung sucht. Häufig besteht eine sensible Situation:
geplante Nachfolge
interne Umstrukturierung
Probleme im Team
Qualitätsdruck durch Prüfungen
wirtschaftliche Neuausrichtung
Solche Positionen möchte man nicht öffentlich kommunizieren. Daher wenden sich Einrichtungen oft zuerst an Personalvermittlungen oder bestehende Kontakte.
Das bedeutet: Viele der interessantesten Stellen erscheinen in keiner Stellenbörse.
Warum eine kurze Anfrage oft nicht ausreicht
Hier entsteht das eigentliche Missverständnis.
Bei Fachkraftstellen zählt vor allem die Qualifikation.
Bei Führungspositionen zählt vor allem die Passung.
Ein Träger fragt nicht zuerst:
„Ist die Person examinierte Pflegefachkraft mit PDL-Weiterbildung?“
Sondern:
„Kann diese Person genau unsere Einrichtung führen?“
Dafür benötigt man deutlich mehr Informationen als nur eine Positionsbezeichnung.
Zum Beispiel:
Welche Teamgröße wurde bisher geführt?
War die Einrichtung stabil oder in einer schwierigen Situation?
Schwerpunkt Personalführung oder Organisation?
Erfahrung mit MD-Prüfungen und Behörden?
Erwartungen an den nächsten Arbeitgeber?
Erst daraus ergibt sich, welche Stelle wirklich passt.
Ein häufiger Karrierefehler
Viele sehr gute Führungskräfte suchen erst aktiv, wenn die Unzufriedenheit bereits sehr hoch ist. Dann soll es schnell gehen.
Doch gerade bei Leitungspositionen funktioniert „schnell“ selten gut. Ein Träger entscheidet hier nicht innerhalb weniger Tage. Er prüft sorgfältig – und möchte vorher ein klares Bild bekommen.
Ohne dieses Bild erfolgt häufig gar keine Einladung.
Was tatsächlich hilft
Es geht nicht um perfekte Bewerbungsunterlagen und auch nicht um formelle Bewerbungen an viele Einrichtungen.
Hilfreich ist etwas anderes: sich einmal strukturiert vorzustellen.
Ein aktueller Lebenslauf oder ein kurzes Gespräch mit einer spezialisierten Personalvermittlung reicht oft aus. Danach passiert etwas Entscheidendes:
Sie werden nicht mehr nur als Bewerber gesehen, sondern als konkrete mögliche Lösung für eine Einrichtung.
Und genau so entstehen Positionen, die man sonst nie finden würde.
Warum Vorbereitung Zeit spart
Paradox, aber wahr: Eine halbe Stunde Vorbereitung spart oft Monate Suche.
Ohne klare Vorstellung erhalten Führungskräfte häufig:
unpassende Einladungen
falsche Einrichtungsgrößen
unrealistische Erwartungen
Angebote, die nicht zur eigenen Arbeitsweise passen
Mit klaren Informationen melden sich dagegen plötzlich Einrichtungen, die man selbst nie aktiv gesucht hätte.
Der wichtigste Punkt
Ein Wechsel in eine Leitungsposition ist kein gewöhnlicher Jobwechsel. Er verändert den Arbeitsalltag, die Verantwortung und oft auch die Lebensqualität erheblich.
Deshalb lohnt es sich, den Schritt bewusst zu planen.
Nicht mehr Bewerbungen führen zur besseren Stelle – sondern die richtige Darstellung der eigenen Erfahrung.
Gute Positionen findet man selten durch reines Suchen.
Sondern dadurch, dass man zur richtigen Zeit sichtbar ist.
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